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Symptome bei Polio-Spätfolgen

Allgemeiner Mangel an Kraft und Ausdauer


  • Mangel an Kraft während bestimmter Aktivitäten
  • ungewöhnliche Schwierigkeiten, mit den Anforderungen des täglichen Lebens fertig zu werden
  • langdauernde Müdigkeit nach körperlichen Belastungen
  • allgemeine Erschöpfung, die nicht unbedingt mit Aktivitäten zusammenhängt
  • erhebliche Schwierigkeiten, sich nach Perioden der Bettlägerigkeit zu erholen (z. B. nach Verletzungen, Krankheiten, chirurgischen Eingriffen)

Einige dieser Symptome hängen mit der erhöhten Muskelschwäche zusammen. Es ist möglich, dass die häufig beklagte Müdigkeit mit einer Komponente, die im Körper gegen Entzündungserscheinungen gebildet wird, zusammenhängt, in einigen Fällen verbunden mit einem Mangel an Schlaf und/oder mit ungenügender Sauerstoffversorgung durch nicht ausreichende Atmung.

Signale des Körpers


  • extreme Müdigkeit
  • Muskelschmerzen
  • neue Muskelatrophien
  • Atem- und Schluckbeschwerden
  • Gelenkdeformationen
  • Muskelzucken
  • Kälteintoleranz

Symptome des Muskelskeletts


  • Schmerzen in den Muskeln und/oder Gelenken
  • erhöhte Muskelschwäche
  • Vorher zuverlässige Gelenke werden zunehmend instabiler
  • Krämpfe
  • Muskelzuckungen (Faszikulationen)
  • Veränderungen im Gangbild und/oder erhöhte Tendenz zu Stürzen

Atemprobleme (Respiratorische Symptome)


  • Atemlosigkeit nach Anstrengung
  • spontane Atemlosigkeit
  • Infektionen der Atemwege
  • Schlafapnoe (Aussetzen der Atmung, gewöhnlich vorübergehender Art)

Sauerstoffmangel kann Müdigkeit, Kopfschmerzen und, in extremen Fällen, geistige Verwirrung zur Folge haben.

Eine Schwäche der Brustmuskulatur (Zwischenrippenmuskulatur und Zwerchfell) kann die Fähigkeit, richtig durchzuatmen, stark reduzieren. Man beobachtet dann Keuchen und ein Bedürfnis, häufig tiefe Atemzüge zu machen, besonders nach körperlichen Anstrengungen. Daraus können sich auch häufige Infektionen der Atemwege entwickeln.

Wenn der Hirnstamm befallen ist, kann das ebenfalls die Atmung beeinflussen. In diesem Fall ist der beeinträchtigte zentrale Atem-Kontrollmechanismus verantwortlich, woraus sich ein schwächeres Atmen ergeben kann. Wenn die Brustmuskulatur stark genug ist, kann dieser Umstand nur während der Nacht zu einem Problem werden, weil dann nicht ausreichende Anstrengungen zur Verbesserung des Durchatmens unternommen werden können, da man schläft und die ungenügende Atmung gar nicht wahrnimmt.

Wenn sowohl der zentrale Atem-Kontrollmechanismus als auch die Atemmuskulatur zu schwach sind, kann man in ernste Schwierigkeiten kommen und benötigt dann eine apparative Atemunterstützung (Respirator), entweder ständig oder nur zeitweise, z. B. nachts.

Apnoen während des Schlafs können Schlafstörungen zur Folge haben, Reizbarkeit, die auf Mangel an Schlaf beruht, morgendliche Kopfschmerzen und in schweren Fällen sogar geistige Verwirrung infolge Sauerstoffmangels im Hirn.

Schluck- und Sprachschwierigkeiten

Eine neue Schwäche der Rachenmuskeln kann in einem schlaffen Gewebe resultieren, das es schwierig macht zu schlucken und/oder zu sprechen.