Bundesverband Polio e. V.
Interessengemeinschaft von Personen mit Kinderlähmungsfolgen
GEMEINSAM SIND WIR STARK
Etwa 50.000 bis 60.000 Menschen in Deutschland leiden an den Folgen der Poliomyelitis (Kinderlähmung), einer heimtückischen Krankheit, die seit Einführung der Schluckimpfung Anfang der 60er Jahre in diesem Land als überwunden gilt.
Weithin unbekannt, auch hier in Deutschland, war bisher eine besondere Spätfolge der Poliomyelitis, die oft erst 20 bis 50 Jahre nach der Erkrankung auftritt:
PPS, das Post-Polio-Syndrom.
Der Weg des Verbandes
Die erste Regionalgruppe wurde in Augsburg durch Annegret Lamey gegründet. Es folgten weitere Regionalgruppen in Berlin, Hannover, Dresden, Chemnitz, Augsburg, Magdeburg. Diese Regionalgruppen entwickelten sich bald zu einem Verband, der innerhalb der Bundesrepublik bekannt wurde.
Im Jahre 1993 wurde dieser Verband in "
Bundesverband Polio e. V." umbenannt, und die Arbeit konnte auf Bundesebene vor allem im Öffentlichkeitsbereich besser ausgebaut werden.
Aufgaben des Verbandes
- Gezielte Öffentlichkeitsarbeit
- Information von Betroffenen
- Aufbau von Selbsthilfegruppen
- Gründung von Regionalgruppen
- Aufbau eines Informationsnetzes
Ziel des Verbandes
Unter Einbindung des sozialen Umfeldes, der Arbeitswelt und der Familie soll dem PPS-Betroffenen weitgehend geholfen werden, seine eigene Situation besser einzuschätzen und seinen künftigen Lebensweg umzustellen.
Durch eine vielfältige Öffentlichkeitsarbeit soll die Problematik des PPS aus der Unwissenheit gelöst werden und der/die PPS-Betroffene in die Lage versetzt werden, daß die Problematik der Erkrankung nicht mehr als Hypochondrie oder psychosomatische Erkrankung abgewertet werden.
Vor allem aber soll unter dem Motto
"GEMEINSAM SIND WIR STARK"
bundesweit und flächendeckend der Aufbau von Selbsthilfegruppen vor Ort tatkräftig unterstützt und vorangetrieben werden.
Anschriften von informierten Kliniken, Ärzten und Krankengymnasten werden gesammelt und an die jeweiligen Regionalgruppen weiter gegeben.
Vorträge, Kurse, Gesprächsgruppen in Zusammenarbeit zwischen den Regionalgruppen und dem Bundesverband sollen die Betroffenen und ihre Angehörigen befähigen und motivieren das Leben mit den Symptomen anzunehmen und zu gestalten.
Ein PPS-Betroffener fühlt sich nur von PPS-Betroffenen richtig verstanden, deshalb kann auch nur ein PPS-Erkrankter ein guter Botschafter seiner Erkrankung sein.